Sudan

Verfolgungsursache

Wie sieht die Verfolgung im Sudan aus?
Die Lage der Christen verschlechtert sich seit dem MilitΓ€rputsch von 2021, der WiedereinfΓΌhrung der Sittenpolizei im Jahr 2022 und der RΓΌckkehr des Umfelds von al-Bashir an die Macht zunehmend. Der seit 2023 andauernde BΓΌrgerkrieg zwischen den Rapid Support Forces (RSF) und den sudanesischen StreitkrΓ€ften (SAF) hat diese Situation noch verschΓ€rft. Nach Angaben der Vereinten Nationen erlebt der Sudan mit 9,6 Millionen Binnenvertriebenen eine der schlimmsten humanitΓ€ren Krisen..
Was erleben Christen?
- Die sudanesische Gesellschaft steht Christen nach wie vor sehr feindselig gegenΓΌber und diskriminiert sie beim Zugang zu Bildung, Arbeit und Justiz.
- Sie werden im Chaos des Krieges ungestraft verfolgt. Hunderte von Kirchen wurden beschΓ€digt, andere von den Janjaweed-Milizen besetzt; Gottesdienste wurden unterbrochen, christliche Verantwortliche festgenommen. Es wird von Zwangskonvertierungen zum Islam berichtet.
- Orthodoxe, katholische und protestantische Kirchen sind in den grossen StΓ€dten vertreten. Konvertiten werden am stΓ€rksten verfolgt.
Welches sind die jΓΌngsten Beispiele von Verfolgung?
- 8. Juli 2025 β Die Pfingstkirche von Haj Yousef nΓΆrdlich von Khartum wird in Anwesenheit der Polizei durch Abrissfahrzeuge zerstΓΆrt. Kein Mitglied der Kirche wurde vorgewarnt und konnte das Material, das sich in der Kirche befand, retten. Seitdem wurde ihnen kein alternativer Ort fΓΌr ihre Gottesdienste zur VerfΓΌgung gestellt.
- 11. Oktober 2024 β 26 Christen werden in den RΓ€umlichkeiten der sudanesischen Christus-Kirche in Shendi festgenommen und mehrere Tage lang von den sudanesischen StreitkrΓ€ften festgehalten.
Treffen Sie Rafat
Wir wissen nicht, wie dieser neue Sudan nach dem Krieg aussehen wird, aber ich denke, dass es an der Zeit ist, dass die Kirche fΓΌr [unsere] Rechte eintritt, um sicherzustellen, dass wir einen Platz und eine Stimme haben.
Wer ist von der Verfolgung am stΓ€rksten betroffen?
Am stΓ€rksten gefΓ€hrdet sind Muslime, die zum Christentum konvertiert sind, obwohl alle Christen Diskriminierung ausgesetzt sind, auch GlΓ€ubige aus dem Ausland und historische christliche Gemeinschaften. Konvertiten stehen unter dem grΓΆssten Druck und erleben die meiste Gewalt; sie sind Bedrohungen und Gefahren ausgesetzt, sowohl durch Regierungstruppen und rivalisierende militante Gruppen als auch durch ihre eigenen Gemeinschaften und Familien.
Wie hilft Open Doors den Christen im Sudan?
Die Vision von Open Doors fΓΌr den Sudan ist es, eine widerstandsfΓ€hige Kirche zu sehen, die angesichts von Verfolgung stark bleibt und wirtschaftlich in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Wir unterstΓΌtzen dies durch Schulungen zur Vorbereitung auf Verfolgung, die FΓΆrderung von JΓΌngerschaft sowie Massnahmen zur wirtschaftlichen BefΓ€higung.
(Bitte beachten Sie, dass wir zwar planen, unsere Arbeit wie vorgesehen fortzusetzen, angesichts der aktuellen Sicherheitslage jedoch die Nothilfe fΓΌr Christen Vorrang vor allen anderen Aufgaben hat, um das Γberleben dieser Menschen zu sichern.)
- Bitten Sie Gott angesichts des anhaltenden brutalen BΓΌrgerkriegs im Sudan um eine friedliche LΓΆsung und darum, dass die Kirche in diesem Krieg als Friedensstifterin wirken kann.
- Beten Sie fΓΌr GlΓ€ubige, die unter dem BΓΌrgerkrieg leiden und zur Flucht gezwungen wurden oder die keine andere Wahl haben, als zu bleiben und sich zu verstecken. Bitten Sie Gott, sie zu beschΓΌtzen.
- Beten Sie, dass die Christen im Sudan bewusst als Salz und Licht leben und zeigen kΓΆnnen, dass der Friede Jesu der bessere Weg ist.
- Beten Sie fΓΌr die Zukunft der Kirche im Sudan und um Weisheit fΓΌr ihre Leiter. Selbst wenn die Kriegsparteien zu einer FriedenslΓΆsung gelangen sollten, steht keine von ihnen der Kirche wohlwollend gegenΓΌber.
