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Jeden Augenblick kΓΆnnte es an der TΓΌr klopfen. Jede Sekunde, die verstreicht, bringt ihn dem Moment nΓ€her, von dem er sicher ist, dass er kommen wird β der Moment, in dem sein Glaube entdeckt, er verhaftet und ins GefΓ€ngnis geworfen wird. Mit dieser Last lebt Majed*: mit der Angst vor dem Unausweichlichen. Majeds Heimat ist der Jemen, wo seine Abkehr vom Islam ihn das Leben kosten kann.
Im Jemen hat eine weitere Verfolgungswelle gegen Christen eingesetzt. Mehrere wurden verhaftet und sind bis jetzt in Gewahrsam. Majed weiss: Wenn die Menschen, die einem am nΓ€chsten stehen, inhaftiert werden, ist man bald selbst an der Reihe. Er sagt: Β«Auch ich werde festgenommen werden, denn vor wenigen Tagen fuhren Fahrzeuge mit Agenten vorbei, die nach mir gefragt haben.Β» Entschlossen fΓ€hrt er fort:
Β«Ja, es ist eine schwierige Zeit, die wir als Kirche durchleben, aber wir sind die Kinder des KΓΆnigs der KΓΆnige. Jesus hat uns gesagt, dass wir in dieser Welt Schwierigkeiten haben werden, aber er hat uns auch den Sieg in ihm versprochen, und das ist es, was uns, mich eingeschlossen, am Leben hΓ€lt.Β»
Mehr noch als die Sorge um seine eigene Zukunft bedrΓΌckt Majed aber der Gedanke an seine Freunde, die jetzt im GefΓ€ngnis sitzen.
Β«Menschen, die ich sehr gut kenne, leiden derzeit, werden wahrscheinlich gefoltert. Einige haben auch Angst und sitzen in dunklen GefΓ€ngniszellen. Die Sicherheitslage ist schlecht. In meinem Land kΓΆnnen Menschen, wenn sie verschleppt werden, monatelang verschwinden und wir erfahren mΓΆglicherweise nichts ΓΌber sie, bis sie freigelassen werden.Β»
Gezielte Vorbereitung: Β«Ich mΓΆchte eine wandelnde Bibel seinΒ»
Majed bereitet sich auf den Tag vor, an dem die BehΓΆrden ihn festnehmen werden. Β«Ich versuche, so viele Bibelstellen und Verse wie mΓΆglich auswendig zu lernen. Ich mΓΆchte eine wandelnde Bibel sein, damit ich, wo immer ich hingebracht werde, von Jesus erzΓ€hlen kann.Β»
Majed und seine Kirche mΓΆchten ihrem Umfeld Gottes Liebe bezeugen. Β«Gott hat uns berufen, Salz und Licht zu sein, und ich bete darum, dass ich das sein kann. So wie Gott mit Paulus und Silas im GefΓ€ngnis von Philippi war, weiss ich, dass er auch mit mir sein wird. Und wenn Er mit mir ist, wer kann dann gegen mich sein?Β» Seine Entschlossenheit und StΓ€rke kommen aus seiner tiefen Verwurzelung und dem Vertrauen in seinen Herrn.
Β«Sie kΓΆnnen zwar den KΓΆrper tΓΆten, aber ich bete, dass der Dienst nicht aufhΓΆrt, denn wir wollen den Jemen fΓΌr Christus gewinnen. Er soll ΓΌber mein Land herrschen!Β»
β Majed
Flucht ist keine Option
Obwohl Majed aus SicherheitsgrΓΌnden das Land verlassen kΓΆnnte, weigert er sich, sein Zuhause, seine Freunde und seine Familie in Christus aufzugeben. Β«Ich kΓΆnnte fliehenΒ», sagt er, Β«aber andere kΓΆnnen das nicht. Mein Ziel ist es, den Jemen zu verΓ€ndern, und das kann ich nicht aus dem Ausland tun. Wenn wir alle gehen, wer bleibt dann zurΓΌck und macht weiter? Ich kann und will die Menschen, die ich liebe, nicht zurΓΌcklassen.Β»
Majed ist dankbar fΓΌr seine BrΓΌder und Schwestern in aller Welt, die in dieser schwierigen Zeit fΓΌr ihn und seine Glaubensgeschwister beten und sie ermutigen.
*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert