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Die Nachricht kam am 21. Dezember: Alle Kinder und Lehrpersonen, die bei dem Angriff vom 21. November 2025 auf die christliche Schule St. Mary in Papiri (Bundesstaat Niger, im SΓΌdwesten Nigerias) entfΓΌhrt worden waren, wurden am vergangenen Sonntag freigelassen.
Von den 315 entfΓΌhrten SchΓΌlern und Angestellten gelang es 50 SchΓΌlerinnen im Alter von 10 bis 18 Jahren, in den Tagen nach der EntfΓΌhrung zu fliehen. Die Christian Association of Nigeria (CAN) erklΓ€rte daraufhin, dass 253 Kinder und Mitarbeitende weiterhin gefangen gehalten wΓΌrden.
Entgegen ersten Aussagen ergaben die Ermittlungen, dass es sich bei den entfΓΌhrten Kindern nicht nur um MΓ€dchen handelte. Es waren auch Jungen darunter.
Erste Freilassung von BehΓΆrden gemeldet
Am Montag, dem 8. Dezember 2025, gab die nigerianische Regierung bekannt, dass weitere 100 SchΓΌler freigelassen worden seien. Diese Nachricht wurde von Bischof Bulus Yohanna, dem EigentΓΌmer der St. Mary's School, bestΓ€tigt. Zu diesem Zeitpunkt war die vollstΓ€ndige Liste der freigelassenen Kinder noch nicht verΓΆffentlicht worden.
Die genauen UmstΓ€nde dieser Freilassung wurden nicht nΓ€her erlΓ€utert. Es war unklar, ob die Kinder von SicherheitskrΓ€ften befreit oder nach Zahlung eines LΓΆsegelds freigelassen worden waren.
WΓ€hrend dieser Zeit Γ€usserten viele Eltern ihre Verzweiflung ΓΌber den Mangel an Informationen von Seiten der BehΓΆrden. Die anhaltende Unsicherheit im Norden Nigerias hatte erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Familien und die christlichen Gemeinschaften in der Region insgesamt.
Lokale Quellen berichteten, dass ein Vater, dessen drei TΓΆchter zu den entfΓΌhrten Kindern gehΓΆrten, am Montag, dem 24. November, unter starker emotionaler Belastung an einem Herzinfarkt verstorben sei.
Am vergangenen Sonntag gab das nigerianische Informationsministerium bekannt, dass die verbleibenden 130 Schulkinder und Angestellten nach einer Operation der SicherheitskrΓ€fte befreit worden seien. In der offiziellen ErklΓ€rung wurde nicht angegeben, welche Gruppe die EntfΓΌhrten festhielt, ob LΓΆsegeld gezahlt wurde oder ob eine bewaffnete Operation zu ihrer Befreiung durchgefΓΌhrt wurde.
Die Zahlen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten bekannt gegeben wurden, lassen sich nicht zu einer vollkommen schlΓΌssigen Bilanz zusammenfassen. MΓΆglicherweise hΓ€ngt die Unklarheit mit dem chaotischen Zustand nach dem Anschlag zusammen.
Die SchulbehΓΆrden haben den Partnern von Open Doors in Nigeria mitgeteilt, dass sie noch nicht bestΓ€tigen mΓΆchten, ob alle Kinder und LehrkrΓ€fte tatsΓ€chlich freigelassen wurden. Sie mΓΆchten zunΓ€chst abwarten, bis die Kinder wieder bei ihren Eltern sind.
Es bleiben weiterhin Fragen offen, insbesondere hinsichtlich der genauen UmstΓ€nde dieser Freilassung und der notwendigen UnterstΓΌtzung, um den Kindern und ihren AngehΓΆrigen dabei zu helfen, die Folgen dieser traumatischen Ereignisse zu ΓΌberwinden.