3 minuten
Β«Somalische Christen gehΓΆren zu den am stΓ€rksten verfolgten Christen weltweit. Du kΓΆnntest gemΓΌtlich in einem CafΓ© sitzen und plΓΆtzlich kΓΆnnte jemand kommen und versuchen, dir den Kopf abzuschneiden.Β» Aweis scheut sich nicht, offen ΓΌber die RealitΓ€t somalischer Christen zu sprechen.
Β«In SomaliaΒ», fΓ€hrt Aweis fort, Β«scheint es unmΓΆglich zu sein, Christ zu werden β die Verfolgung ist so intensiv, dass manche Menschen, wenn sie die Risiken abwΓ€gen, sich entscheiden, es gar nicht erst zu versuchen.Β»
Alles riskieren
Aweis wuchs als Sohn eines muslimischen Geistlichen auf, der ihn auf seine Nachfolge vorbereitete. Β«Als ich 15 war, erkannte mein Vater, dass ich nicht der richtige Nachfolger war. Je mehr ich mich mit dem Islam beschΓ€ftigte, desto mehr Fragen hatte ich.Β» Zur gleichen Zeit lernte Aweis Englisch, indem er im Radio die BBC hΓΆrte. Β«Eines Abends fand ich statt der BBC einen christlichen RadiosenderΒ», erinnert er sich. Einen Somali von Jesus Christus sprechen zu hΓΆren, war fΓΌr ihn zugleich fremd und faszinierend.
In den folgenden Tagen schaltete Aweis immer wieder ein, um mehr ΓΌber Jesus zu erfahren. Er schrieb sogar an den Radiosender und bat um ein Neues Testament. Die Botschaft von Jesus gefiel ihm.
Als er seinem Vater davon erzΓ€hlte, sagte dieser: Β«Ich kann dich nicht davon abhalten, die Bibel zu lesen, aber wenn du Christ wirst, werde ich dich umbringen.Β» Da wurde Aweis klar, dass der Glaube an Jesus ihn das Leben kosten kΓΆnnte.
Β«Als ich mich drei Jahre spΓ€ter entschied, Christ zu werden, brach meine Familie den Kontakt zu mir abΒ», sagt Aweis. Β«Die Feindseligkeit und die Drohungen, mit denen ich konfrontiert war, waren viel heftiger, als ich erwartet hatte.Β»
Doch Aweis verlor nicht nur seine Familie.
Eine gejagte Hauskirche
Die somalische Gesellschaft basiert auf einem Clan-System. Wird jemand vom Clan ausgeschlossen, ist es fast unmΓΆglich zu ΓΌberleben. Dennoch hat Aweis seine Entscheidung nie bereut. Β«Die Verfolgung hat mich nΓ€her zu Christus gebracht.Β» Doch nach sieben Jahren fΓΌhlte er sich sehr einsam und beschloss, das Risiko einzugehen, eine mutmassliche Christin zu besuchen. Durch sie lernte er einen anderen GlΓ€ubigen namens Liban kennen. Gemeinsam begannen sie, nach weiteren GlΓ€ubigen zu suchen. Nach und nach wuchs ihre Gemeinschaft.
Β«Da begann die VerfolgungΒ», erinnert sich Aweis. Ein Christ nach dem anderen wurde gejagt und getΓΆtet. Β«Wir hatten schreckliche Angst. Wir wussten, dass die Verfolgung anhalten wΓΌrde, aber Gott fΓΌhrte uns und das machte uns mutigerΒ», berichtet Aweis. Nach ein paar Jahren waren nur noch zwei Mitglieder ΓΌbrig. Die anderen waren wegen ihres Glaubens umgebracht worden.
Die unerbittliche Gewalt setzte Aweis schwer zu, sodass er beschloss, das Land zu verlassen. Daraufhin erhielt er die MΓΆglichkeit, eine theologische Ausbildung zu absolvieren, die ihm die Kraft und UnterstΓΌtzung gab, die er brauchte, um seinen Dienst fortzusetzen.
Heute ist Aweis Gelehrter, erfolgreicher Autor, BibelΓΌbersetzer und dient weiterhin somalischen GlΓ€ubigen am Horn von Afrika durch JΓΌngerschafts- und Leiterschulungen.
Β«Wenn ich sehe, wie der Heilige Geist diese kleine Gemeinde leitet, erfΓΌllt mich das mit besonderer Freude. Aber ohne richtige JΓΌngerschaft gibt es keine gesunde GlaubensgemeinschaftΒ», betont Aweis.
Trotz der vielen Gefahren ist Aweis entschlossen, weiterhin der somalischen Kirche zu dienen.
Β«Jesus ist alles fΓΌr mich. Ohne ihn wΓ€re das Leben nicht lebenswert.Β» Abschliessend sagt er: Β«Es gibt keinen Ort, an dem man Christus nicht nachfolgen kann. Das ist unmΓΆglich. Der Heilige Geist kann jede Mauer durchdringen.Β»
Il conclut en disant: Β«Il n'y a aucun endroit oΓΉ l'on ne puisse suivre le Christ. C'est impossible. Le Saint-Esprit peut traverser tous les murs.Β»