Indien

Verfolgungsursache

Wie sieht die Verfolgung in Indien aus?
Im Jahr 2025 wurden Jose und Sheeja Pappachan als erste Christen unter Anwendung des Anti-Konversionsgesetzes zu fünf Jahren Haft verurteilt, während Rajasthan als zwölfter Bundesstaat ein solches Gesetz verabschiedete. Damit wurde die Darstellung der Hindus, die Christen der Zwangskonvertierung von Hindus beschuldigen, gesetzlich verankert. Diese Einschränkungen der Religionsfreiheit, welche eigentlich durch die Verfassung garantiert ist, verdeutlichen den Trend zum religiösen Nationalismus. Seit 2014 nimmt die Verfolgung von Christen explosionsartig zu.
Was erleben Christen?
- Hinduistische Extremisten verbreiten die Hindutva-Ideologie, die Christen und Muslime als Fremde in der indischen Nation betrachtet und sie damit Gewalt und Diskriminierung aussetzt.
- Am stärksten verfolgt werden Christen mit hinduistischem Hintergrund, die unter starkem Druck stehen, zum Hinduismus zurückzukehren.
- Hindu-Nationalisten organisieren Ausschreitungen, um Christen einzuschüchtern, anzugreifen oder sogar zu töten.
Welches sind die jüngsten Beispiele von Verfolgung?
- 26. Juni 2025 – Zwei Ordensschwestern und ein Pastor werden in Chhattisgarh festgenommen und wegen Zwangskonvertierungen angeklagt.
- 21. Juni 2025 – Hindu-Extremisten greifen eine christliche Gemeinde in Malkangiri (Odisha) an und verletzen 20 Menschen schwer.
- 24. März 2025 – Pastor Praveen Pagadala wird vermutlich vorsätzlich ermordet, als er von einem Gebetstreffen in Rajahmundry (Andhra Pradesh) zurückkehrt.
- 15. Januar 2025 – Die Kapelle Santa-Teresa in Chokragoan (Assam) wird durch Brandstiftung vollständig zerstört.
Treffen Sie Kaveri*
Ich habe erkannt, dass Gott uns selbst in unseren dunkelsten Stunden jemanden schickt, der uns leitet. Viele andere werden wegen ihres Glaubens an Christus noch schlimmer verfolgt – warum sollte ich das also nicht ertragen? Ich fühle mich geehrt, für seinen Namen zu leiden.
Wer ist von der Verfolgung am stärksten betroffen?
Konvertiten sind am stärksten von Verfolgung betroffen: Sie werden fast täglich unter Druck gesetzt, zum Hinduismus zurückzukehren. Christen, die aktiv unter Hindus evangelisieren, werden ebenfalls ins Visier genommen, insbesondere aufgrund der Anti-Konversionsgesetze. In einigen Bundesstaaten (wie Kerala) sind Christen weit weniger gefährdet, aber in Bundesstaaten mit hinduistischer Mehrheit laufen sie Gefahr, verfolgt zu werden. Auch christliche Stammesangehörige sind gefährdet. Sie sind Drohungen und Zwangskonversionen ausgesetzt und können bestimmte staatliche Leistungen verlieren.
Wie hilft Open Doors den Christen in Indien?
Die Partner von Open Doors bieten Schulungen zum Umgang mit Verfolgung sowie andere Schulungen, Unterstützung zur Existenzsicherung und Nothilfe an.
- Tausende Christen im Bundesstaat Manipur sind nach den Gewalttaten von 2023 weiterhin vertrieben. Bitten Sie Gott, diesen Gläubigen zu helfen, ein dauerhaftes Zuhause zu finden – und ihnen Hoffnung zu geben.
- Extremisten greifen weiterhin Christen in Indien an. Beten Sie dafür, dass Gläubige von Gewalt verschont bleiben, und bitten Sie Gott, diejenigen zu trösten, die unter Angriffen gelitten haben.
- Beten Sie dafür, dass Anti-Konversions- gesetze nicht dazu benutzt werden, Christen, die ihren Glauben offen teilen, zu unterdrücken.
