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In verschiedenen Bundesstaaten wurden mehrere FΓ€lle von Verfolgung gemeldet, bei denen hinduistische Extremisten Kirchen verwΓΌsteten, Gottesdienste stΓΌrmten, Weihnachtsdekorationen zerstΓΆrten, hasserfΓΌllte Parolen gegen die Kirche skandierten und Christen angriffen; gleichzeitig beschuldigten sie Pastoren fΓ€lschlicherweise der Zwangskonvertierung. Hier einige Beispiele dieser VorfΓ€lle:
β’ In Bareilly, im Bundesstaat Uttar Pradesh, demonstrierten hinduistische Gruppen am Heiligabend vor einer Kathedrale. Ein Video, das in den sozialen Netzwerken viral ging, zeigt die Gruppe beim Singen der Hanuman Chalisa (eine hinduistische Hymne), wΓ€hrend im Inneren der Kirche der Weihnachtsgottesdienst stattfand.
β’ In Nagaur, im Bundesstaat Rajasthan, wurde eine Weihnachtsfeier in einer Schule von Extremisten gestΓΆrt, die die Dekoration zerstΓΆrten und die Schule illegaler religiΓΆser Konversionen beschuldigten; zudem griffen sie den Schulleiter an.
β’ In Nalbari, im Bundesstaat Assam, stΓΌrmten Extremisten wΓ€hrend der Feierlichkeiten vor Weihnachten eine Schule, zerstΓΆrten die Weihnachtsdekoration und holten Dekoartikel aus benachbarten GeschΓ€ften, um sie zu verbrennen.
β’ In der indischen Hauptstadt Delhi wurden Frauen und Kinder, die WeihnachtsmΓΌtzen trugen, unter dem Vorwurf der Missionierung von einem ΓΆffentlichen Ort vertrieben.
β’ In Palakkad, im Bundesstaat Kerala, wurden Kinder, die Weihnachtslieder sangen, bedroht und ihre Instrumente beschΓ€digt.
Ein weiterer Vorfall, der auf den ersten Blick harmlos erscheint, zielte darauf ab, Christen daran zu hindern, Weihnachten zu feiern.
Die hinduistische Regierung hat angeordnet, dass die Schulen am 25. Dezember geΓΆffnet bleiben und die SchΓΌler zur Anwesenheit verpflichtet sind. Die Einrichtungen wurden angewiesen, AktivitΓ€ten zum Gedenken an den Geburtstag eines ehemaligen Premierministers zu organisieren.
In den sozialen Medien lΓΆsten diese Angriffe sowohl bei Influencern als auch bei normalen BΓΌrgern eine Welle der EmpΓΆrung aus. Die Nutzer teilten Videos der Angriffe sowie SolidaritΓ€tsbekundungen zur UnterstΓΌtzung der Opfer und der christlichen Gemeinschaft. Die Videos, die die VorfΓ€lle dokumentieren, gingen viral und erregten die Aufmerksamkeit von Internetnutzern auf der ganzen Welt, die schockiert waren ΓΌber das Ausmass der Gewalt und religiΓΆsen Intoleranz in Indien schockiert waren..
Politiker verschiedener Oppositionsparteien bekundeten ihre BestΓΌrzung und Besorgnis ΓΌber diese VorfΓ€lle und kritisierten die Regierung fΓΌr ihr Schweigen zu diesem Thema.
In einer ErklΓ€rung versicherte das Innenministerium den Christen, dass eine Untersuchung im Gange sei und die notwendigen Massnahmen zur Aufrechterhaltung der ΓΆffentlichen Ordnung ergriffen wΓΌrden. Mehrere Aktivisten und Beobachter bleiben jedoch skeptisch in Bezug auf die Wirksamkeit der von den Bundesstaaten und der Regierung ergriffenen Massnahmen.
Β«FΓΌr viele indische Christen war das Weihnachtsfest in diesem Jahr von Traurigkeit ΓΌberschattet.Β»
Β«Doch so wie Christus den MΓ€chtigen ohne Waffen widerstanden hat, bitten wir Christen in Indien euch um eure Gebete, eure UnterstΓΌtzung und euer Engagement fΓΌr Gerechtigkeit und FreiheitΒ», berichtet Priya Sharma*, Partnerin von Open Doors in Indien.
*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert