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Am Donnerstag, dem 26. Februar, stΓΌrmten bewaffnete Angreifer einen Markt und eine Kirche in der ΓΆstlichen Arsi-Zone der Region Oromia und tΓΆteten ΓΌber 20 orthodoxe Christen und einen muslimischen Wachmann. Laut Angaben einer lokalen Nachrichtenagentur ΓΌber ihren Telegram-Kanal Β«ist der Verbleib von acht Personen noch unbekannt, weitere acht wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Personen wurden entfΓΌhrt.Β»
Lokalen Quellen zufolge hat sich die Lage in diesem einst ΓΌberwiegend orthodox-christlichen Gebiet seit einiger Zeit zugespitzt. Mitglieder der Γthiopisch-Orthodoxen Kirche in der Region berichten, dass bedeutende VerΓ€nderungen wie die staatliche FΓΆrderung der Besiedlung durch Muslime und die Vergabe von Regierungsstellen an Muslime gegenΓΌber orthodoxen GlΓ€ubigen Auswirkungen auf die lokale BevΓΆlkerung hatten. Auf dem Markt am 26. Februar fΓΌhlten sich die Einwohner aufgrund fehlender SicherheitskrΓ€fte schutzlos, und ihre BefΓΌrchtungen wurden wahr, als bewaffnete Angreifer den Markt stΓΌrmten.
Die Rundfunkagentur der Γthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche (EOTC) berichtete, dass Β«ein Priester, zwei Frauen und 18 mΓ€nnliche orthodoxe Christen brutal ermordet wurdenΒ». Das Chaos eskalierte, als die Angreifer HΓ€user und Ernten in Brand setzten und damit die Gemeinde verwΓΌsteten. Sie drangen unter dem Ruf Β«Allahu AkbarΒ» (Β«Gott ist grossΒ») in die Abo-Kirche ein, woraufhin Panik im Dorf ausbrach. Viele Einwohner flohen in nahegelegene StΓ€dte, um dort Schutz zu suchen. Die Γthiopisch-Orthodoxe Kirche gab Informationen ΓΌber die TragΓΆdie bekannt, ohne jedoch die Namen der Opfer zu nennen.
Am Samstag, 28. Februar, brach erneut Panik aus, als Angreifer zurΓΌckkehrten. Bewaffnete MΓ€nner stΓΌrmten die Abo-Kirche im Viertel Jawi im Distrikt Sherka (Arsi-Zone) und erschossen sieben Menschen. Es ist noch unklar, ob es sich um dieselben Angreifer wie beim Anschlag auf den Markt handelt.
Keine offizielle Gruppe hat sich zu dem Anschlag bekannt. Der Oberste Rat fΓΌr Islamische Angelegenheiten Γthiopiens erklΓ€rte laut Borkena News: Β«Wir sind zutiefst betrΓΌbt ΓΌber dieses schreckliche Ereignis, bei dem unschuldige orthodoxe Christen unter unseren Landsleuten getΓΆtet wurden.Β» Der Rat ist der Ansicht, dass Β«diese Tat keine Religion reprΓ€sentiertΒ» und darauf abzielt, Misstrauen und Konflikte zu schΓΌren sowie jahrhundertealte Werte des Respekts zu untergraben.
Β«Wir sind zutiefst besorgt ΓΌber diese Entwicklungen in der Region Oromia in ΓthiopienΒ», sagt Jo Newhouse*, Sprecherin fΓΌr die Arbeit von Open Doors in Subsahara-Afrika. Β«Die Menschen wurden durch diese Angriffe nicht nur vertrieben, sondern wahrscheinlich auch schwer traumatisiert. Diese orthodoxen und muslimischen Gemeinschaften haben jahrelang relativ friedlich nebeneinander gelebt, und unserer Erfahrung nach kΓΆnnen solche Angriffe den sozialen Zusammenhalt und den Frieden untergraben, die fΓΌr das Wohl der Gemeinschaften notwendig sind. Wir fordern die Γ€thiopische Regierung auf allen Ebenen nachdrΓΌcklich auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die gefΓ€hrdeten Gemeinschaften in Oromia zu schΓΌtzen und sicherzustellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.Β»
Β«Diese Angriffe haben auch geistliche Auswirkungen auf Christen und Gemeindeleiter, da sie wissen, dass sie und ihre Familien aufgrund ihres Glaubens zum Ziel von Angriffen werden. Wir bitten die weltweite Kirche, sich unseren Gebeten fΓΌr die betroffenen Gemeinden anzuschliessen.Β»